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österreichischer pavilion, EXPO 2015 Milano

Beauftragte Leistung: Ausführungs- und Detailplanung, Ausschreibung, Mitwirkung bei der Vergabe / NNF: 950m2 Projektdauer von: 01.03.2014 bis: 31.12.2014 Expo Milano, Österreichischer Pavillion / Subauftragnehmer für Hohensinn Architektur.

Bauherr: Republik Österreich Generalplaner: team breathe.austria, Terrain: landscape urbanism BDA Graz, Hochbauplanung Hohensinn Architektur. Tragwerksplanung: Engelmann & Peters GmbH, Haustechnikplanung: pgg Blueberg Control, D/D Landschaftsplanung

Visualisierung team breathe.austria Visualisierung team breathe.austria
Visualisierung: team breathe.austria

„Luft zum Atmen ist der wichtigste Rohstoff der Erde“ „Jeder Atemzug verbindet mich mit der gesamten Welt“ „Ohne Luft überlebt man keine fünf Minuten“, „Tausende Kubikmeter Luft atmet ein Mensch jährlich ein, hunderte Kilogramm Kohlendioxid gibt er ab“ „Der Pavillon produziert Sauerstoff für 1800 Menschen pro Stunde“ „Zwei Jahre bleibt die Luft aus dem Pavillon nun in meinen Lungen. Spätestens dann muss ich nach Österreich“
breathe ist ein natürlicher Kreislauf, deren ökologische Performanz im Zentrum steht: Die 100prozentige Waldbepflanzung ist ein modellhafter Beitrag für urbane Handlungsweisen, denn der integrale Einsatz von Landschaft kann urbane Lebensformen mit genügend Sauerstoff und kühlender Luft versorgen, wodurch wiederum auf Österreichs nachhaltige Aufforstungspolitik verwiesen werden kann oder in Umkehrung auf den weltweiten Rückgang von lebensnotwendigem Baumbestand. Sie dient somit einerseits als formaler Fundus für das umfassende Leitmotiv ‚Luft und Klima im 21.Jahrhundert’, anderseits als inhaltlicher Interventions- und Experimentalraum künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeit. BesucherInnen des Österreich Pavillons gehen - durch ihre Sinne angeregt - auf eine sinnliche, wissenschaftliche und künstlerische Entdeckungsreise, die Luft als essentielles Nahrungsmittel darstellt. Raum. Erleben und Ausstellung fließen ineinander. Über die sechsmonatige Ausstellungszeit wird Luft als Gemeingut/Commons greifbar und erlebbar gemacht, ein Vernetzungsraum geboten, der Wissen vermittelt und generiert. 
Der Österreich Pavillon in Mailand verbindet Gebäude und Umwelt zu einem integralen Beitrag: Durch die großflächige Bepflanzung eines Waldstücks mit der Grundfläche von 560m2 setzt der Beitrag breathe ein vielschichtiges und zugleich sinnlich erlebbares Zeichen mit dem unsere Beziehung zu Umwelt und Klima im Fokus steht. Die Vegetation des Waldstücks besitzt eine gesamte Blattoberfläche bzw. Verdunstungsoberfläche von ca. 43.200m2 und erzeugt dabei 62,5 kg frischen Sauerstoff pro Stunde – dem Bedarf für 1800 Personen – ein „Photosynthesekollektor“ also, der zur weltweiten Sauerstoffproduktion beiträgt. Dieser Effekt wird im Pavillon durch Verdunstungskühlung – aber ohne Klimageräte – technisch unterstützt. So kann das gefühlte Klima eines dichten Waldes aus Österreich mit vergleichsweise natürlichen Maßnahmen nachgestellt werden, der auf den kühlende Effekt der Evapo-Transpiration der Pflanzen beruht. Das erzielte Ergebnis unterscheidet sich auf unterschiedlichen Sinnesebenen deutlich von der vorgefundenen Luft und Klima in Mailand und wird dadurch wahrnehmbar. „When you take a breath, you touch a part of the planet, with the inside of your body“ (Olafur Eliasson)

Planausschnitt Ansicht, GRAZT Architektur Planausschnitt Ansicht, GRAZT Architektur
Planausschnitt, Ausführungsplanung Hochbau, GRAZT Architektur ZT GmbH 2014